Heide Blum
Film

"... es wird schon alles wieder gut..." (1997)
Porträt der Malerin Elfriede Lohse-Wächtler ( 1899-1940)

(Förderfilm - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst)

Elfriede Lohse-Wächtler zählt zu den bedeutendsten kunsthistorischen Entdeckungen der letzten Jahre.
Der Film widmet sich ihrem künstlerischen Schaffen in Verbindung mit ihrer Biographie, der ein erschütterndes Leben in Dresden und Hamburg nachzeichnet.
Als angeblich unheilbar geisteskrank wurde Elfriede Lohse-Wächtler 1935 entmündigt und auf Betreiben der Nationalsozialisten zwangssterilisiert und fünf Jahre später dann in den Kellern der Landes- Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein vergast.

Lebende Zeugen, die etwas über die Malerin aussagen, gibt es nicht mehr. Doch fast ihr gesamtes künstlerisches Oeuvre ist noch vorhanden. Vieles davon wird im Film sichtbar. Aber auch unschätzbare Lebensstationen und Denkmale ihrer Vergangenheit existieren noch. Das Elternhaus und Stätte ihres ersten künstlerischen Wirkens. In den zwanziger Jahren lebt sie in einer Künstlerkolonie nahe dem Dorf Wehlen, Krankenhaus Friedrichsberg-Hamburg, Dresden, Arnsdorf, und nicht zuletzt, die Tötungsanstalt auf dem Sonnenstein. Vom Krankenhaus Arnsdorf unternimmt sie mit ihren Eltern Ausflüge in die nähere Umgebung von Dresden.

All diesen Spuren folgt der Film.
Aufbauend auf Briefen und lyrischen Arbeiten der Malerin, gelesen von der Schauspielerin Katrin Saß, entsteht die Lebenswelt der Elfriede Lohse-Wächtler.

Die Kunstwissenschaftlerin Dr. Hildegard Reinhardt, der Hamburger Facharzt für Neurologie und Psychiatrie Dr. med. Michael Mohr und der Ärztliche Leiter vom Sächsischen Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Arnsdorf, Dr. med. Hubert Heilemann äußern sich über Leben, Krankheit und Sterben dieser begnadeten und vom Schicksal so tragisch behandelten Künstlerin.

Kinotermine:
Zur Zeit gibt es keine Termine für öffentliche Aufführungen.

Sie können jedoch jederzeit die DVD hier bestellen.